Jeder kennt mythische Wesen, aber kennst du auch ihre Fun Facts? Über mythische Wesen ranken sich so viele Mythen und Halbwahrheiten oder Kuriositäten, dass man oft nicht weiß, ob man ihnen Glauben schenken kann. Zwar gibt es Unterschiede zwischen der Mythologie und der Popkultur, doch das erschwert es meist nur, sich in dem Dschungel von Fakten zurechtzufinden. Ich habe dir hier über 100 Fun Facts über mythische Wesen zusammengetragen, manche kurios, andere lustig oder auch abstoßend. Und jetzt viel Spaß mit den Fun Facts der mythischen Wesen!
Kuriose Fun-Facts mythischer Wesen
Es gibt eine Menge kurioser Funfacts über mythische Wesen. Von kopflosen oder einbeinigen Kreaturen bis hin zu hüpfenden Untoten oder Wesen mit seltsamen Angewohnheiten – alles ist möglich.
1. In Homers Ilias haben Götter und Menschen teilweise unterschiedliche Namen für die gleichen Gewässer. So nennen die Götter einen Fluss Xanthos, wogegen die Menschen ihn Skamandros nennen.
2. Die Skiapoden besitzen nur ein einziges, riesiges Bein. Bei großer Hitze und extremer Sonneneinstrahlung legen sie sich hin und benutzen ihren überdimensionalen Fuß als Sonnenschirm.
3. Die Acephalen (auch Blemmier) sind kopflose Wesen, deren Augen, Nase und Mund sich mitten auf ihrer Brust befinden.
4. Die Panotier, sind ein sagenhaftes Volk von Ohrenmenschen, welche so gewaltige, flügelartige Ohren besitzen, dass sie sich damit zudecken können.
5. Der kleine, rothaarige Dschungelgeist Curupira (Brasilien), der als Beschützer der Wälder und Tiere agiert, führt gerne Jäger und Holzfäller, die den Wald zerstören wollen, mit seinen umgedrehten Füßen in die Irre.
6. Der japanische Jiangshi (wiederbelebter Toter) hüpft mit ausgestreckten Armen umher und saugt seinen Opfern dabei ihre Lebensenergie aus.
7. Die Penanggalan (Malaysia) kann ihren Kopf mitsamt ihren inneren Organen von ihrem Körper lösen und nachts herumfliegen.
8. Schlägt man einer Hydra einen Kopf ab, wachsen an der gleichen Stelle zwei Köpfe nach. Herakles konnte sie nur mithilfe seines Neffen besiegen. Herakles schlug der Hydra die Köpfe ab und Iolaos brannte die Stümpfe mit einer Fackel aus, damit sie nicht nachwachsen konnten.
9. Der Basilisk ist in der Lage, nur durch seinen Blick zu töten oder Pflanzen verdörren zu lassen.
10. Feen wird nachgesagt, dass sie Menschenkinder entführen und stattdessen ein eigenes Wesen (Wechselbalg) zurücklassen.
11. Der japanische Kappa trägt eine wassergefüllte Schale auf dem Kopf und liebt Gurken. Sie gelten als seine Leibspeise, weshalb er auch den Beinamen Kappa-Maki (Gurken-Sushirolle) trägt.
Unsterblichkeit und Wiedergeburt
Manche sind unsterblich oder können wieder auferstehen, waren aber theoretisch schon einmal tot. Was sind die jetzt, tot oder lebendig? Zählt die Wiedergeburt oder Auferstehung als neues Leben?
1. Vampire sind angeblich unsterblich, können aber durchaus getötet werden. Es ist zwar nicht einfach, einen Vampir zu töten (Pfahl ins Herz, verbrennen, Sonnenlicht, manchmal Silber oder Eisen), aber auch nicht unmöglich.
2. Der Phönix ist das am meisten wiederauferstandene mythische Wesen. Er verbrennt am Ende eines Lebenszyklus und wird dann aus seiner Asche wiedergeboren.
3. Der ägyptische Gott Seth tötete seinen Bruder Osiris aus Eifersucht und verstreute seine 14 Leichenteile im ganzen Land. Seine Schwestergemahlin Isis und deren Schwester Nephthys fanden alle Teile bis auf seine Genitalien, die ein Krokodil gefressen hatte. Isis formte für das fehlende Körperteil einen Ersatz und belebte Osiris für kurze Zeit mit Magie und zeugte dabei ihren Sohn Horus. Dieser rächte später seinen Vater und tötete Seth. Da Osiris’ Körper nicht vollständig war, konnte er nicht unter den Lebenden bleiben und musste in das Totenreich (den Duat) hinabsteigen. Dort wurde er zum ewigen Richter und König über die Toten.
4. Menschen, die zu Unrecht ernördet oder durch schlechte Bestattungsriten beerdigt wurden, kehren oft als Wiedergänger oder sogenannte Untote zurück. Tötet man sie erneut, heißt das aber nicht, dass sie wiederauferstehen können.
5. Nach der orphischen Sage wurde der junge Dionysos (als Zagreus) von den neidischen Titanen gefangen genommen und in Stücke gerissen. Zeus bestrafte die Titanen daraufhin mit seinen Blitzen. Die Göttin Athene rettete jedoch sein noch schlagendes Herz. Zeus verschluckte das Herz seines Sohnes und zeugte damit den Gott Dionysos, der somit aus seiner eigenen Essenz wiedergeboren wurde.
6. In einer anderen Überlieferung wird Dionysos (oder auch Bacchus) als der Sohn des Zeus bezeichnet. Als der Göttervater mit der Sterblichen Semele einen Sohn zeugte, überzeugte seine eifersüchtige Gemahlin Hera, die Sterbliche, Zeus zu bitten, sich ihr in seiner wahren Gestalt und Macht zu zeigen. Die göttliche Macht und den Anblick seines Feuers und der Blitze überlebte Semele nicht. Zeus rettete jedoch ihr ungeborenes Kind und trug es bis zu seiner Geburt in seinem Oberschenkel. Deshalb trägt Dionysus den Beinamen „der zweimal Geborene“.
7. Im Hinduismus gibt es das Atman, das unsterbliche, ewige Selbst. Es wandert nach dem Tod des Körpers in ein neues Lebewesen (Seelenwanderung), gelenkt durch die Taten des vorherigen Lebens (Karma).
8. Die ewigen Jagdgründe sind ein oft benutzter Begriff für ein Jenseits, in dem die Geister der Verstorbenen in einer idealisierten Naturwelt weiterleben, jagen und mit ihren Vorfahren vereint sind.
9. Der Drache Quroboros (auch Schwanzverzehrer) steht für den ewigen Kreislauf von Leben, Tod, Wiedergeburt und Transformation und die Ganzheit des Kosmos. Er beißt sich in den Schwanz und erschafft dadurch den ewigen Kreislauf oder auch die Schlange der Ewigkeit.
Wie grausam oder bösartig sind sie?
Wenn man nach den grausamsten mythischen Wesen sucht, stößt man auf Kreaturen, die Menschen verschlingen, ihre Opfer quälen, Seelen rauben, oder sogar ganze Völker bedrohen. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Grausamkeit. Manche töten aus Hunger, andere aus Bosheit, Rachsucht oder weil sie einfach Chaos und Zerstörung stiften wollen.
1. Die Lamia, war einst eine wunderschöne Königin von Libyen und Geliebte des Zeus. Aus Eifersucht tötete Hera ihre Kinder. Aus Trauer darüber verwandelte sich die Lamia in ein schreckliches Mischwesen, mit dem Oberkörper einer Frau und dem Unterkörper einer Schlange. Von da ab wurde sie zum Sinnbild eines Kinderschrecks, der nachts Kinder entführt und tötet. Man sagt ihr auch nach, Männer zu verführen und ihr Blut zu trinken
2. Dem bösartigen Drachen Nidhöggr (nordische Mythologie), der an den Wurzeln des Weltenbaums Yggdrasil nagt, wird auch nachgesagt, dass er die Leichen der schlimmsten Sünder im Totenreich auffrisst.
3. Ammit vereint Merkmale eines Krokodils, eines Löwen und eines Nilpferds in sich. Beim Totengericht droht sie, das Herz eines jeden Verstorbenen zu verschlingen, wenn dieser die Prüfung nicht besteht. Das bedeutete nicht einfach nur den Tod, sondern den Verlust der Aussicht auf ein Weiterleben im Jenseits und ewige Qualen.
4. Die Penanggalan (Malaysia) wird oft als schwebender Frauenkopf, an dem die Organe hängen, dargestellt. Er fliegt nachts umher, saugt schutzlosen Opfern ihr Blut aus. Durch seine groteske Erscheinung und Angriffslustigkeit gehört er zu den verstörendsten Gestalten in dieser Region.
5.Die furchterregende Striga, ist eine unheimliche Hexe mit vampirischen Zügen. Sie bedroht gerne die Lebenden, saugt deren Blut, bringt Krankheiten oder den Tod.
6. Der Balor (Beiname "böses Auge) ist ein König des dämonischen Volkes der Fomori (irische Mythologie). Sein zerstörerischer Blick soll ganze Heere vernichten. Seine Grausamkeit ist daher weniger die eines heimlichen Jägers, als die einer übermächtigen Gestalt, deren Gewalt Schlachten entscheidet.
7. Die Erinnyen verfolgen besonders schwere Vergehen wie Mord an Verwandten und Verstöße gegen moralische Ordnungen. Sie können Täter unablässig heimsuchen und in den Wahnsinn treiben. Sie verkörpern unerbittliche Vergeltung.
8. Die Empuse ist eine Schreckgestalt aus dem Gefolge der Hekate. Sie verführt meist Männer, in der Gestalt einer schönen Frau, um sie danach auszusaugen und ihr Fleisch zu fressen.
9. Die furchterregenden Harpyien, sind Sturmdämonen mit den Körpern von Vögeln und den Gesichtern von Frauen. Sie stehlen Nahrung, entführen Menschen und hinterlassen überall einen unerträglichen Gestank.
10. Die Hydra, eine vielköpfige Wasserschlange, deren Atem und Blut so giftig sind, dass schon die kleinste Spur von ihr tödlich ist. Für jeden abgeschlagenen Kopf wachsen ihr zwei nach.
11. Der Gashadokuro (Japan) ist ein riesiges Skelett, das aus den Knochen von Menschen besteht, die verhungert oder im Krieg gefallen sind. Es schleicht sich nachts an Wanderer heran, reißt ihnen den Kopf ab und trinkt ihr Blut.
12. Die Jorōgumo, ist eine riesige Spinne, die sich in eine wunderschöne Frau verwandeln kann. Sie lockt Männer in ihr Netz, um sie qualvoll zu fesseln und lebendig auszusaugen.
13. Kuchisake-onne (Yōkai), oder auch die Frau mit dem geschlitzten Mund, ist eine mörderische Frau, die Passanten fragt, ob sie schön sei. Unabhängig von der Antwort schneidet sie ihren Opfern mit einer Schere das Gesicht auf.
14. Der Wendigo (Nordamerika) ist ein böser Geist oder auch Monster, das entsteht, wenn ein Mensch aus Gier oder Not Menschenfleisch isst. Er leidet unter ewigem, unstillbarem Hunger nach Menschenfleisch und wächst mit jedem Opfer, das er frisst.
15. Pazuzu. der König der Winddämonen, bringt große Dürre, Hungersnöte und Heuschreckenplagen über die Menschheit.
16. Die Mananangual ist eine berüchtigte Figur auf den Philippinen. Sie erscheint am Tag als schöne Frau und verwandelt sich des nachts in eine monströse Kreatur. Dann trennt sie ihren Oberkörper vom Rumpf und fliegt mit Fledermausflügeln umher, um schlafenden werdenden Müttern den Fötus auszusaugen.
Wer wird seinem Namen nicht gerecht?
Viele mythische Wesen werden wegen ihres Rufes missverstanden oder gar einseitig dargestellt. Doch diese Wesen sind vielschichtiger, als wir glauben, und haben im Laufe der Zeit oft eine Veränderung oder Wandlung vollzogen. Andere wiederum wurden durch die Popkultur falsch dargestellt.
1. Die Sirenen werden oft als schöne Frauen mit Fischschwänzen dargestellt. In der griechischen antiken Mythologie jedoch waren sie ursprünglich Mischwesen mit weiblichen Köpfen und einem Vogelkörper, die mit ihrem betörenden Gesang Seefahrer ins Verderben lockten. Der Name Sirene wird heute außerdem mit Warnsignalen verbunden.
2. Feen sind nicht immer niedlich und freundlich. Heute werden sie oft als kleine, liebevolle Wesen, mit Glitzerflügeln dargestellt. Doch in alten Überlieferungen, konnten Feen gefährlich, launisch und rachsüchtig sein. Sie verzauberten Menschen, entführten Kinder oder vertauschten Säuglinge. Ihr niedliches Image wird ihnen also nicht immer gerecht.
3. Der Sensenmann wird oft als Todbringer verstanden. Als Personifikation des Todes steht er aber vor allem für das Ende des Lebens. In vielen religiösen und mythologischen Vorstellungen sind Tod und Seelengeleitung unterschiedliche Aufgaben. Ein Wesen, das die Toten abholt, muss sie nicht selbst getötet haben.
4. Der Phönix gilt als Symbol der Unsterblichkeit. Doch er verbrennt und stirbt, bevor er erneut aufersteht. Er ist daher eher ein Sinnbild der Wiedergeburt und Erneuerung als ein Wesen, das niemals stirbt.
5. Der Drache wird oft als gefährlicher Gegner und Bewacher von unermesslichen Schätzen dargestellt, dem man Jungfrauen opfert. In China dagegen gelten sie als Glücksbringer und werden mit Regen, Wasser und kaiserlicher Macht in Verbindung gebracht. Auch die Gestaltwandler unter den Drachen, die liebevoll für ihre Seelengefährten und Clans sorgen, entsprechen nicht diesem Schema. Wer also alle Drachen als böse Monster bezeichnet, wird ihrer Vielfalt nicht gerecht.
6. Der Werwolf ist nicht immer ein freiwilliges Monster. Oft ist seine Verwandlung eher ein Fluch, eine Strafe oder ein Zustand, den die betroffene Person nicht beeinflussen kann. Der Werwolf ist deshalb Täter, Opfer und tragische Gestalt zugleich.
7. Die Erinnyen werden oft als Furien bezeichnet und gerne als wütende, rasende Frauen dargestellt. Die mythologischen Erinnyen jedoch waren vor allem Göttinnen der Vergeltung, die schwere Verbrechen wie Mord, und den Bruch familiärer Pflichten bestraften. Sie wüteten nicht unkontrolliert, sondern ahndeten das Böse.
8. Die Banshee wird häufig als Todesfee missverstanden, die Menschen umbringt. Dabei ist sie vielmehr ein Wesen, dessen Klagen oder Wehgeschrei den Tod eines Familienmitglieds ankündigt. Sie ist traditionell eher eine Todesbotin als eine Mörderin.
9. Dschinn sind nicht nur wunscherfüllende Geister, sondern in der arabischen Mythologie eine eigene Art von Wesen, die neben Menschen und Engeln existieren. Sie sind für Menschen normalerweise nicht sichtbar.
10. Der Popelmann (schlesisch, böhmische Mythologie) ist kein Popelnder. harmloser Mann, sondern ein gefürchteter Kinderschreck. Er entführt Kinder und ist das Äquivalent des Buhmanns. Sein Name leitet sich eigentlich vom alten Wort „popeln“ (verhüllen/maskieren) ab.
11. Der Hippocamp ist kein niedliches, kleines Wasserwesen, wie viele glauben. sondern ein gewaltiges, wildes Meeresungeheuer. Er ist halb Pferd, halb Fisch und zieht den Streitwagen des Poseidon.
Wie kommunizieren mythische Wesen?
Sprache verrät uns viel über die Herkunft eines Wesens. Doch wie kommunizieren mythische Wesen? Haben sie eine eigene Sprache oder verstehen Menschen ihre Sprache nur dann, wenn Magie im Spiel ist? Gerade diese zweite Möglichkeit bietet viel Stoff für Legenden und Missverständnisse. Eine Sprache muss nicht zwingend eine eigene Grammatik haben. Manchmal langen ein anderer Wortschatz, Laute oder Symbole, um die Welt aus einer anderen Perspektive zu erleben.
1. Gestaltwandler können meist in ihrer tierischen Gestalt nicht im herkömmlichen Sinne sprechen. Sie kommunizieren über Gedankenübertragung und über Laute, Knurren, Trällern, Zischen oder die jeweilige Tiersprache.
2. Zwerge sprechen Kuzdul, eine eigene Sprache, die sie aber weitgehend vor Außenstehenden geheim halten.
3. Elfen sprechen unter anderen Quenya (die Hochsprache) und Sindarin (die Sprache der Grauelben).
4. In alten Texten spricht man von einer Vogelsprache, die verborgenes Wissen vermittelt. Wer sie versteht, erfährt Geheimnisse über die Natur und die Götter.
5. Mythische Wesen kommunizieren auch über Symbole, Zeichen, Runen, magische Schriften oder Gesten.
6. Einige beherrschen die Gabe der Telepathie (Gedankenübertragung) und können Informationen, Gedanken, Emotionen oder Empfindungen weitergeben.
7. Manche können sich über Tierlaute, Knurren, Rufen, Laute, Brüllen, Zischen, Pfeifen oder Vogelrufe verständigen
8. Andere haben die Gabe, im Schlaf oder in Trance, Träume und Visionen zu übermitteln oder von anderen zu empfangen.
9. Kristallwesen verständigen sich über Schwingungen, Lichtimpulse oder Resonanzen.
10 Sirenen oder Vampire können Menschen zum Beispiel mit ihrer Stimme verführen, manipulieren oder betören.
11. In manchen Überlieferungen sprechen Engel eine himmlische, geheime Sprache. Sie ist allerdings keine universelle Sprache im herkömmlichen Sinne. Sie unterscheidet sich je nach Religion, Epoche und Überlieferung und wird manchmal auch als Offenbarung verstanden.
12. Bei den mythischen Völkern soll es eine uralte, geheime Ursprache geben, die alle Wesen verstehen. Sie ermöglicht es ihnen, sich über alle Rasen hinweg oder auch nach Jahrtausenden von Abwesenheit zu verständigen.
13. Bei der magischen Sprache, lösen gesprochene Worte einen Zauber aus. Zaubersprüche, Flüche und gesprochene Mandras bewirken dann magische Dinge. Meist müssen sie in einer bestimmten Reihenfolge und Tonfall angewendet werden.
14. Die Nennung des wahren Namens ermöglicht es einer Person, die Macht, Anrufung oder Kontrolle über eine andere Person zu erlangen.
15. Einige mythische Wesen können durch Musik und Melodien kommunizieren und verführen. Sie sind in der Lage, anderen Personen ihren Willen aufzuzwingen, wie die Sirenen oder der Teufelsgeiger.
Wie intelligent sind mythische Wesen?
Sind Drachen klüger als Menschen? Können Feen Menschen austricksen? Sind Vampire geborene Strategen? Und kann ein Wesen, das nicht sprechen kann, trotzdem hochintelligent sein?
Die kurze Antwort: Mythische Wesen können von instinktgeleiteten Tieren bis zu überragend intelligenten, göttlichen Wesen reichen. Ihre Intelligenz zeigt sich nicht immer so wie beim Menschen. Manche besitzen enormes Wissen, andere durchschauen Menschen, wieder andere handeln vor allem instinktiv oder listig.
1. Riesen gelten meist als dumm und tölpelhaft. Wogegen die Reifriesen, als weise gelten, da sie seit Anbeginn der Zeit existieren.
2. Der Riese Mimir (nordische Mythologie) bewacht den Brunnen der Weisheit. Seine Erkenntnisse und sein Wissen waren so wertvoll, dass sogar der Göttervater Odin ein Auge opferte, um einen einzigen Schluck aus dem Brunnen zu nehmen.
3. Die Sphinx war bekannt für ihren messerscharfen Verstand und ihre oft unlösbaren Rätsel. Wer sie nicht beantworten konnte, wurde von ihr gefressen.
4. Chiron, der Weiseste unter den Zentauren, war kein wildes Tier, sondern ein Meister in der Arzneikunde, Musik, Jagd und Prophezeiung. Er unterrichtete die größten Helden der Antike, darunter Achilles, Jason und Asklepios.
5. Kitsune (japanische Mythologie) sind magische Füchse, deren Intelligenz, Gerissenheit und magische Fähigkeiten mit dem zunehmenden Alter und der Anzahl ihrer Schwänze zunehmen. Sie sind Meister der Täuschung und Strategie.
6. Anansi, eine westafrikanische Spinnengestalt, die als Gott des Wissens und der Geschichte gilt, nutzt oft Witz und ihre Eloquenz, um weitaus stärkere Tiere und sogar Götter auszutricksen.
7. Loki, ein Gott aus der nordischen Mythologie, ist ein Trickser, und für seine taktische Intelligenz und seine magischen Fähigkeiten bekannt. Er schafft es, sich aus jeder noch so ausweglosen Situation herauszureden oder sich zu befreien.
8. Bei dem Volk der Dogon gibt es den Blassen Hund, ein Wesen, dem durch eine Verfehlung die Sprache genommen wurde. Er hinterlässt Spuren im Sand, die von den Prietern der Dogon gedeutet werden. So gibt er sein Wissen weiter, trotzdem er nicht sprechen kann.
9.Die östlichen Drachen gelten als ein Sinnbild für Weisheit, Gelehrsamkeit und Harmonie. Sie beherrschen die Elemente und stehen Kaisern oft als Mentor und Berater zur Seite,
10. Die Eule der Minerva oder auch Eule der Athene steht für die Fähigkeit, durch die Dunkelheit (Unwissenheit) hindurch die Wahrheit zu sehen.
Die Sache mit der Körperkraft (Stärke)?
Bei mythischen Wesen ist Stärke nicht immer eine Frage der Muskelmasse. Ein Riese kann ungeheure Lasten tragen, ein Drache ganze Heere besiegen und ein winziger Kobold durch Magie stärker sein, als er aussieht. Denn manchmal sind die Kleinsten am Ende die Größten und gehen als Gewinner aus einer Schlacht hervor. Aber wer gewinnt den nun beim Kräftemessen?
1. David gegen Goliath: Der Hirtenjunge David besiegte den gefürchteten Krieger Goliath, der in bronzener Rüstung und schwer bewaffnet vor ihm stand. Nur mit einer Steinschleuder und Kieselsteinen trat er ihm mutig entgegen. Er brachte nur mit einem einzelnen Schuss auf die Stirn, den übermächtigen Goliath zu Fall.
2. Der kleine Kobold Leprechaun besitzt kaum eigene Körperkraft. Doch wenn ihn gierige Menschen, mächtige Wesen oder Krieger gefangen nehmen, nutzt er Wortklaubereien und Tricksereien, um seine Fänger in den Wahnsinn und Ruin zu treiben.
3. Der Titan Atlas muss zur Bestrafung das Himmelsgewölbe tragen. Seine Stärke zeigt sich vor allem in seiner enormen Tragkraft und Ausdauer.
4. Herakles, einer der berühmten griechischen Helden, ist ein absoluter Kraftprotz. Er besiegte gewaltige Gegner, rang mit dem Riesen Antaios und bewältigte Aufgaben, die für gewöhnliche Menschen unmöglich wären.
5. Auch Thor verfügte über außergewöhnliche Kampf- und Schlagkraft. Diese wurde noch durch seinen Hammer Mjölnir verstärkt.
6. Der Gott Hanuman verfügt ebenfalls über außergewöhnliche Stärke. Besonders bekannt wurde er dadurch, dass er einen Berg mit Heilpflanzen herbeiholte. Seine Stärke verbindet sich mit Mut, Treue und übernatürlichen Fähigkeiten.
7. Die Giganten, die übermächtigen Gegner der olympischen Götter, sind riesige Wesen, mit extremer Schlagkraft. Doch ihre Stärke konnte die Götter nicht bezwingen.
8. Der Zyklop Polyphem aus Homers Odyssee ist ein riesiger, menschenfressender Riese. Seine rohe Kraft macht ihn gefährlich, doch Odysseus entkommt ihm durch eine List.
9. Ein Geist besitzt unter Umständen gar keinen festen Körper und damit keine gewöhnliche Muskelkraft. Trotzdem kann er Menschen erschrecken, Gegenstände bewegen oder andere übernatürliche Kräfte besitzen – abhängig von der jeweiligen Geschichte.
10. Die meisten Drachen gehören ebenfalls zu den Wesen mit übernatürlicher Körperkraft. Sie verfügen über enorme physische Kraft und Wendigkeit. Sie können enorme Lasten tragen und ganze Städte zerstören. Oft besitzen sie Elementarkräfte, die das Ausmaß ihrer Kraft noch verstärken.
Geboren oder verwandelt?
Wie wird ein mythisches Wesen erschaffen oder geboren? Es ist nicht nur wichtig, was sie sind, sondern auch, wie sie zu diesem Wesen geworden sind.
1. Vampire, Werwölfe und Gestaltwandler, sind in der Lage, andere Wesen durch einen Biss zu verwandeln.
2. Drachen können aus einem Ei schlüpfen oder auch als Gott oder Gestaltwandler geboren sein, sowie durch eine magische Verwandlung entstehen.
3. Manche Wesen, wie einige Götter, entstanden aus der Urkraft, einem Urgott oder dem ursprünglichen Chaos.
4. Einige Wesen entstehen aus einem Objekt, einer Pflanze, einem Stein oder Artefakt. Meist sind es magische Wesen, die aus Steinen, Blumen oder Gegenständen hervorgegangen sind.
5. Es gibt auch künstlich erschaffene Wesen. Hier formt und erschafft ein Schöpfer ein Wesen wie den Golem bewusst.
6. Oder durch Reinkarnation, wo ein Wesen nach dem Tod in einer anderen Gestalt wiedergeboren wird.
7. Eine weitere Möglichkeit ist die Wiedererweckung von Untoten. Ein Toter wird durch Magie, einen Fluch oder ein Ritual zurückgeholt.
8. Ein Wesen bekommt eine neue bleibende Erscheinungsform, meist um dem Tod zu entkommen. Das geschieht durch Metamorphose. Zum Beispiel wird Arachne zur Spinne oder Daphne zum Lorbeerbaum.
9. Manche Wesen werden nach ihrem Tod zu ätherischen Geschöpfen wie Geistern oder Gespenstern. Sie sind dann oft an Orte oder Sphären gebunden.
10. Die Göttin Athene steht für die Kopfgeburt. Sie ist die Tochter des Gottes Zeus und der Titanin Metis (die für Klugheit stand). Aus Angst vor einer Prophezeiung verschlang Zeus Metis. Athene entsprang daraufhin ausgewachsen und in voller Rüstung direkt aus dem Kopf des Zeus.
11. Manche Zauberer oder Magier sind in der Lage, sich Diener, Wächter oder künstliche Wesen mithilfe von Magie zu erschaffen. Diese Wesen haben meist keinen freien Willen und unterliegen dem Zwang zur Gehorsamkeit.
12. Geboren und verwandelt ist der Jersey Devil. Als eine Mutter ihr 13. Kind erwartete, verfluchte sie aus Frustration und Armut ihr ungeborenes Kind. „Möge dieses Kind der Teufel sein!“ Als das Kind normal zur Welt kam, verwandelte es sich sofort in eine Kreatur mit Hufen, Flügeln, Ziegenkopf und einem Schwanz.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
Einige mythische Wesen machen diesem Spruch alle Ehre. Sie leben nach ihren eigenen Regeln und haben unzählige Affären und brechen reihenweise Herzen.
1. Der Spitzenreiter und notorische Fremdgeher unter ihnen ist wohl der Göttervater Zeus. Er hatte unzählige Liebschaften mit Göttinnen, Nymphen und Sterblichen. dabei brachte er regelmäßig seine Ehefrau Hera vor Eifersucht auf die Palme. Um seine Geliebten zu verführen, nahm er die unterschiedlichsten Gestalten von Tier- und Mischwesen, Göttern oder anderen Menschen an. Darunter waren ein Schwan, Stier, Adler, Kuckuck, Schlange oder Feuer und goldener Regen.
2. Apollon, der attraktive Gott der Künste und des Lichts, hatte viele Affären, die jedoch oft tragisch endeten. Daphne verwandelte sich vor ihm in einen Lorbeerbaum und die sterbliche Koronis starb. Apollon war nicht immer ein glücklicher Casanova, eher ein Gott mit kompliziertem Liebesleben.
3. Der charmanteste Verführer unter ihnen ist der Vampir. Zum einen wird er oft für seine übernatürliche Schönheit gerühmt, zum anderen verfügt er über eine natürliche Anziehungskraft und setzt bei seiner Verführung auch unlautere Methoden ein. Vom Blutkuss (Blutbund), Suggestion und Manipulation ist alles vertreten.
4. Der Meeresgott Poseidon hatte ebenfalls ein stürmisches Liebesleben. Seine Liebesgeschichten mit Göttinnen und Sterblichen führten zu vielen Nachkommen, darunter Helden und Ungeheuer.
5. Ein weiterer Schwerenöter ist der schlaue, gewitzte und ausgesprochen einfallsreiche Gott Hermes. Er ist nicht ganz so berüchtigt wie Zeus, aber dennoch ein charmanter Verführer, der mit Worten mindestens so geschickt umgeht wie mit seinen fliegenden Sandalen.
6. Der Satyr, ein Naturwesen aus dem Gefolge Dionysos, steht nicht nur für Wein und Musik, sondern auch für ungezügelte Begierden und erotische Abenteuer.
7. Der Inkubus ist ein Dämon, der nächtlichen Verführerung. Er sucht Frauen im Schlaf sexuell heim. Entgegen dem herkömmlichen Casanova und Verführer findet seine Begegnung mit Frauen nicht unbedingt einvernehmlich statt.
8. Der Sukkubus, die Femme fatale der Dämonen, verführt Männer im Schlaf. Sie gilt als unwiderstehliche Dämonin, die mit Begehren und einer gefährlichen Anziehungskraft spielt.
9. Ein weiterer göttlicher Herzensbrecher ist Krishna. Erzählungen nach war er ein bezaubernder Flötenspieler, dessen Musik die Gopis, die Kuhhirtinnen von Vrindavan, anzog. Seine Beziehungen stehen für göttliche und menschliche Liebe.
10. Adonis, ein Mann, um den sich selbst die Göttinnen stritten. Er steht für das Sinnbild männlicher Schönheit. Adonis war so schön, dass sowohl Aphrodite als auch Persephone ihn liebten. Zeus schlichtete, indem er die Zeit des begehrten Jünglings zwischen den beiden Göttinnen aufteilte.
Was essen und trinken sie?
1. Bei den griechischen Göttern ist Ambrosia (ambrotos = unsterblich) zugleich Speise und Nektar, die ihnen ewige Jugend, Kraft und Unsterblichkeit verleihen. Man nennt sie auch den himmlischen Honig oder Tau.
2. Die Felsenriesen, wie es ihr Name schon sagt, ernähren sich von Steinen, Mineralien, Erzen und Edelsteinen. Ihr Körper besteht meist aus steinernen Elementen, weshalb sie auch das Verzehren von Gestein bevorzugen. Ihre Leibspeise sind eisenhaltige oder edelmetallhaltige Adern und als Nachtisch noch ein paar Edelsteine.
3. Vampire bevorzugen natürlich Blut und in einigen Fällen auch die Lebensenergie oder Essenz eines Lebewesens. Manche Vampire vertragen aber auch normale Nahrung.
4. Auf dem Speiseplan der Ghule und Zombies hingegen steht Menschenfleisch. Ghule bevorzugen das Fleisch von Leichen, wogegen die Zombies das Fleisch von lebenden Menschen bevorzugen.
5. Die nordischen Götter essen die Äpfel der Iðunn, die ihnen ewige Jugend verleiht.
6. Einhörner hingegen sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich ausschließlich von Gras, Blättern und Blüten.
7. Feen und Elfen haben eine Vorliebe für Milchprodukte wie Sahne, Milch und Butter oder sie essen gerne Beeren und trinken den Nektar und Morgentau von Blüten.
8. Der Wolpertiger frisst laut Überlieferung am liebsten kleine Tiere, Kräuter und Wurzeln.
9. Drachen, Werkatzen und der Wendigo haben dagegen eine Vorliebe für rohes Fleisch und fressen gerne Nutzvieh, wie Rinder und Schafe, und laut alten Mythen sogar Menschen.
10. Dämonen ernähren sich von Seelen, Ängsten und der Lebenskraft von anderen Lebewesen.
11. Der Baku, ein Wesen aus Tapir, Löwe und Tiger, ernährt sich ausschließlich von Alpträumen. Man sagt, wenn man nachts schweißgebadet aufwacht, kann man den Baku rufen, damit er den Schrecken frisst.
12. Dementoren hingegen ernähren sich von menschlichem Glück und entziehen ihrer Umgebung jede Lebensfreude, bis nur noch Verzweiflung übrig bleibt.
13. Das Chamäleon braucht laut antiken Überlieferungen nur Luft und Wind, um zu überleben.
14. Wogegen sich die Sylphen (Elementarwesen) ausschließlich von Sonnenlicht und reiner Luft ernähren.
15. Der Glatisant (Artussage) verlangt ständig nach Metall und Rüstungen, wodurch sein Magen ein Geräusch wie das Kläffen von fünfzig Hunden erzeugt.
16. Gnome sind Elentarwesen der Erde und bevorzugen daher feine Mineralien und reine Erze.
Haben die auch Haustiere?
1. Odins besitzt zwei Raben, die seine magischen Vertrauten sind. Sie heißen Huginn und Muninn und versorgen ihn mit Nachrichten aus der ganzen Welt
2. Die Göttin Artemis sieht man oft mit ihren Jagdhunden, sie passen perfekt zu ihrer Rolle als Jägerin und Beschützerin der Wildnis.
3. Hekate dagegen sieht man meist mit ihren schwarzen Hunden, die sie überallhin begleiten.
4. Die ägyptische Göttin Bastet ist nicht nur Katzengöttin, sondern sie liebt auch Katzen über alles. Katzen sind für sie heilig und symbolisieren Schutz, Fruchtbarkeit und häusliches Leben.
5. Zeus’ tierischer Begleiter ist ein Adler, der für ihn als göttlicher Bote und Helfer fungierte.
6. Die Göttin Freya besitzt 2 Katzen, die ihren Streitwagen ziehen.
7. Hexen haben eine Vorliebe für Raben, schwarze Katzen, Kröten und Eulen. Auch sie dienen ihr oft und erledigen Aufträge für sie. manchmal können sie sogar sprechen.
8. Der Gott Apophis hingegen liebt seine Schlangen und spricht auch ihre Sprache.
9. Den Gott Anubis sieht man nicht nur mit einem Schakalkopf, auch seine Haustiere sind Schakale.
10. Die Göttin Athene begleitet dagegen eine Eule. Sie ist für ihre Weisheit und Wachsamkeit bekannt.
Wer sind die Reichsten unter ihnen?
1. Zu den reichsten gehören auf jeden Fall die Drachen. Drachen lieben es, Unmengen an Gold, Silber und Edelsteinen in ihren Drachenhöhlen zu horten. Sie verteidigen dabei ihre Schätze bis aufs Blut.
2. Kubera ist die Gottheit des Reichtums und Hüter von Schätzen. man nennt ihn auch den Herrn der Schätze.
3. Fafir könnte man auch als Millionär bezeichnen, denn er bewacht einen riesigen Goldhort.
4. Auch die Zwerge besitzen große Reichtümer und sind geschickte Bergleute, die reiche Erzvorkommen abbauen.
5. König Midas gehört ebenfalls zu den Glückspilzen, denn er besitzt die Fähigkeit, alles in Gold zu verwandeln, was er berührt.
6. Andvani besitzt ebenfalls einen großen Goldschatz und den Ring Andvaranaut, aus dem weitere Ringe hervorgehen können.
7. Der Gott Ploutos verkörpert den Reichtum selbst. Er bringt den Menschen Wohlstand und wird oft mit einem Füllhorn dargestellt, das den Überfluss symbolisiert. Wenn es darum geht, wer den Reichtum am stärksten verkörpert, steht er ganz vorn.
8. Bekannt für seinen Reichtum, seinen prächtigen Hof und den Überfluss an Gold ist auch König Salomo.
9. Dschinn sind nicht nur Wunscherfüller, sondern auch Bewacher von verborgenen Schätzen.
10. Der Zwerg Alberich wird mit einem riesigen Schatz (dem Nibelungenschatz) und einer Tarnkappe in Verbindung gebracht.
11. Odins goldener Ring erzeugt in jeder neunten Nacht acht gleichartige Ringe. Er ist damit ein außergewöhnliches Artefakt, das seinen Reichtum ständig vermehrt.
Wer hat die größten, mächtigsten Waffen, Artefakte & Zauberstäbe?
1. Thors Hammer Mjölnir ist legendär. Mit ihm kann er Blitze erzeugen und wenn er ihn warf, kam er immer wieder zu ihm zurück.Sie ist eine Furcht einflößende Waffe mit immenser Kraft.
2. Zeus’ Blitzwaffe, der Donnerkeil, ist ebenfalls eine mächtige Waffe. Sie besitzt unermessliche Zerstörungskraft.
3. Der Donnerkeil Vajra ist Indras berühmte Waffe. Im Rigveda besiegt er damit den Drachen beziehungsweise Schlangenfeind Vritra und befreit die zurückgehaltenen Wasser.
4. Shivas Dreizack ist ein mächtiges Symbol göttlicher Macht und wird mit den Kräften von Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung in Verbindung gebracht.
5. Auch Poseidon besitzt einen Dreizack, mit dem er über das Meer herrscht und Stürme und Erdbeben erzeugen kann.
6. Die göttliche Wurfscheibe des Gottes Vishnu ist eine seiner berühmtesten Waffen.Sie gilt als außergewöhnlich mächtig und dient der Wiederherstellung der kosmischen Ordnung und der Vernichtung des Bösen.
7. Odins Speer ist für seine Treffsicherheit bekannt und eng mit seiner göttlichen Autorität verbunden.
8. Der Helm des Hades macht seinen Träger unsichtbar und kann sogar einem Gott einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
9. Hermes’ geflügelte Sandalen ermöglichen es ihm, schnell zu reisen.
10. Excalibur, das magische Schwert König Artus. Es soll seinem Besitzer übermenschliche Kräfte verleihen.
11. Die Göttin Athene besitzt einen Speer (Lanze) und einen Brustpanzer, auf dem das Haupt der Medusa abgebildet ist. Er soll die Macht besitzen, ihre Feinde vor Schreck zu lähmen und in Stein zu verwandeln.
12. Rama ist ein meisterhafter Bogenschütze und eine Inkarnation Vishnus. In den Epen verwendet er neben seinem Bogen auch göttliche Geschosse, sogenannte Astras, die mit besonderen Kräften verbunden sind.
13. Der Liebesgott Eros besitzt Pfeile, die Liebe und Begehren erwecken. Sie haben die Macht, Paare zusammenzubringen.
14. Artemis’ Jagdbogen ist legendär. Sie ist eine Meisterschützin und kann mit ihren Pfeilen Menschen und Tiere töten.
15. Auch Apollon besitzt einen goldenen Bogen. Mit dem kann er tödliche Pfeile verschießen und Krankheiten oder Heilung bringen.
16. Kāmadevas Blumenbogen besteht traditionell aus Zuckerrohr und die Bogensehnen aus Bienen. Seine Pfeile sind mit Blumen verbunden und erwecken Begehren. Eine besonders raffinierte Waffe, denn sie greift Gefühle und den Willen an, statt den Körper zu verletzen.
17. Der legendäre Held Karna bekommt den göttlichen Bogen Vijaya von seinem Lehrer Parashurama geschenkt. Kein Pfeil und keine Waffe kann den Träger des Bogens verletzen und macht ihn unbesiegbar.
Die kuriosesten Wohnorte mythischer Wesen.
1. Drachen wohnen am liebsten in ihrem Drachenhort oder ihrer Drachenhöhle. Dort horten sie unermessliche Schätze und bewachen sie. Wer sich an ihrem Eigentum vergreift, bezahlt es meist mit seinem Leben.
2. Die Hexe Baba Jaga wohnt in einem Hexenhäuschen, das auf riesigen, gelenkigen Hühnerbeinen steht, die auch laufen können. Das Haus hat von Natur aus keine Eingangstür und kann sich frei im Wald auf der Stelle drehen. Um die Hütte dazu zu bringen, sich umzuwenden und die Tür preiszugeben, muss man folgenden Reim aufsagen. „Hüttlein, Hüttlein, stell dich mit dem Rücken zum Wald, mit der Vorderfront zu mir!“
3. Vampire schlafen und wohnen nicht nur in Särgen oder Friedhöfen, sondern bevorzugen eher Burgen und Schlösser oder ein Loft in der anonymen Großstadt. Sie lieben die Dekadenz und die modernen Annehmlichkeiten.
4. Die Wiedergänger und Nachzehrer bilden eine Ausnahme unter den Vampiren, da sie an einen Ort, wie einen Friedhof oder den Ort ihres Sterbens, gebunden sind. Sie müssen in ihr Grab und ihren Sarg am Tag zurückkehren.
5. Zwerge leben an den seltsamsten Orten, wie unter der Erde, in ganzen Städten, die in Bergen verborgen sind, in Höhlen oder in anderen Sphären wie Midgard. Ihre Wohnorte sind für sie gleichzeitig Werkstatt und Schatzkammer.
6. Der slawische Hausgeist Dornovoi hat kein eigenes Zuhause im eigentlichen Sinne. Er wohnt hinter Öfen oder Kaminen und lebt so mit den eigentlichen Hausbesitzern zusammen.
7. Brownies hingegen leben gerne in alten Gemäuern, in Mauerritzen, auf Dachböden oder in Scheunen. Sie sind treue Hausgeister und helfen den Familien im Austausch gegen eine Schale Milch gerne im Haushalt.
8. Der eigentliche Wohnort von Engeln ist im Himmel, in den göttlichen Gefilden in der Nähe von Gott. Sie sind spirituelle Wesen und haben keinen festen irdischen Wohnsitz, sondern leben laut Tradition im himmlischen Reich.
9. Ein Dschinn hingegen lebt in einer Öllampe und kann diese nur verlassen, wenn er gerufen wird. Die traditionellen Dschinn in der arabischen Mythologie leben aber in Wüsten und an unreinen Orten, die von den Menschen gemieden werden.
10. Kleine Feenwesen wohnen gerne in Pilzen, Blütenkelchen oder Baumstämmen. Oft werden kreisförmig angeordnete Pilze oder Pflanzen im Gras als Tanzfläche oder Portale der Feen angesehen.
11. Die griechischen Dryaden oder auch Baumnymphen (Baumgeister) leben nicht nur in Bäumen, sondern sind Teil des Baumwesens selbst. Stirbt der Baum, sterben sie auch.
12. Meereswesen und Wasserwesen leben in Gewässern, in der Tiefsee, in Unterwasserstädten oder Höhlen und in Schiffsfracks. Sie können unter Wasser atmen, haben meist Kiemen und können so selbst in den Tiefen der Ozeane überleben.
13. Ein Klassiker ist der Dschinn in der Öllampe, der sie nur verlassen darf, wenn er gerufen wird. In der arabischen Mythologie leben die Dschinn allerdings eher in anderen Dimensionen, unwirtlichen Gegenden, wie Wüsten und für Menschen unreinen Orten (z. B. Badehäusern).
14. Die hawaiianische Vulkangöttin Pele lebt dagegen im Krater Halemaʻumaʻu im Vulkan Kīlauea..
15. Die griechischen Götter wohnen und leben im Olymp, mit ihren Abkömmlingen und Dienern.
16. Es gibt verfluchte Geister, die müssen in einem Spiegel leben. Der Spiegel ist dann ihr Gefängnis oder kann aber auch ein Durchgang zu einer anderen Welt sein.
16. Manche mythischen Wesen leben in einer Parallelwelt oder anderen Dimension.
17. In Tir na nÓg, dem Land der ewigen Jugend (da würde ich auch gerne leben), wohnen die Túatha Dé Danann und übernatürliche Bewohner der Anderswelt. Es liegt jenseits des westlichen Meeres auf einer einsamen Insel. Dort spielen Krankheit, Alter und der Lauf der Zeit keine Rolle.
18. Ein weiterer ungewöhnlicher Wohnort, ist der Duat, die ägyptische Unterwelt. Dort leben Götter wie Osiris, Anubis oder Maat, sowie Dämonen und Verstorbene.
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